Häkeln - (m) eine Leidenschaft !!!


Eine Häkelnadel - gutes Garn in den schönsten Farben - ein bis zwei Stündchen Zeit - ein spannendes Hörbuch - Nachmittagssonne in der Sofaecke - eine Tasse Kaffee mit viel Zucker - den Kopf voller Ideen und ein sanftes Kribbeln in den Fingerspitzen - los geht´s........!

Wer wie ich gerne handarbeitet, der weiß, wovon ich spreche! Mußestunden im Lieblingssessel, Entspannung, Freude am Tun! Do-it-yourself ist wieder in! Die Sehnsucht nach dem Besonderen, dem Individuellen, die Begeisterung für Schönes und Mit-Liebe-Gemachtes treibt uns an und die Ergebnisse erfreuen umso mehr, da sie ganz nach unseren eigenen Vorstellungen und Wünschen kreiert werden können!
Das hab ich selbst gemacht - so was gibt es nur einmal!Meine Leidenschaft für Granny Squares hat Früchte getragen und herausgekommen sind sogar zwei Bücher! Eine umfangreiche Mustersammlung zum Ausprobieren, Kombinieren, Variieren - und natürlich hauptsächlich zum Spaß haben! Also: auf die Wolle - fertig - los......!

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Freitag, 31. März 2017

CAL Decke Journey - 6. Teil & Rezept für quietschblaue Krümelmuffins

Die halbe Decke ist nun fertig.
 
 
Schon ein sehr schönes Stück und eine Menge Arbeit!
 
 
 
 
 
Die Farbkombination ist einfach knallig-frisch und weckt sofort müde Lebensgeister wieder auf - egal ob beim Häkeln oder später beim Reinkuscheln oder Dekorieren.
 
 
Ich könnte mir nämlich auch gut vorstellen, das Plaid als Tischdecke einer ganz anderen Bestimmung zuzuführen. Mit einer weißen Tischdecke drunter und schlichtem weißen Geschirr wäre das doch der Oberknaller zum Sommerfest, oder!?
 
 
 
Auf jeden Fall bleibe ich dran und war gerade noch dabei, die Zwischenräume zu füllen.
 
Das geht sehr einfach und schnell, allerdings sind da wieder diese Fäden...Ihr wisst schon!
 
Wenn Ihr die Motive der Anleitung entsprechend aneinander gehäkelt habt, dann bleiben die Zwischenräume übrig. Hier habt Ihr je Motiv 2 dieser Luftmaschenbögen zum "Anbandeln".
 
 
An welchem Motiv man ankettet, das ist im Prinzip egal. Wichtig ist nur, dass es der rechte LM-Bogen sein muss.
 
 
 
Dort kettet Ihr neu an und häkelt 4 LM (= 1 Stäbchen und 1 Zwischen-LM).
 
 
Dann in den zweiten LM-Bogen dieses Motivs 3 Stb arbeiten.
 

 
 Dann dreht Ihr die Arbeit gegen den Uhrzeigersinn und es geht weiter mit 3 Stb in den ersten LM-Bogen des nächsten Motivs.
 
 
Dann 1 LM häkeln und 3 Stb in den zweiten LM-Bogen.
Dies wiederholt Ihr für die übrigen zwei Motive.
 
Wichtig: am Übergang zwischen den Motiven gibt es KEINE Zwischen-LM. Die habt Ihr nur zwischen den zwei 3-Stb-Gruppen am selben Motiv.
 

 
Zum Beenden dieser 1. Runde häkelt Ihr dann noch 2 Stb rechts neben die 3 Anfangs-LM in den LM-Bogen und schließt mit 1 Kettmasche in die 3. (!) Anfangs-Luftmasche, so dass noch die 4. übrig bleibt.
 
2. Runde: nun eine Kettmasche auch rüber zu dieser 4. LM und 3 LM für das 1. Stb häkeln. Dann noch 2 Stb um die LM.
 

 
Die Arbeit wieder gegen den Uhrzeigersinn drehen und 3 Stb um die nä Zwischen-LM der ersten Runde häkeln.
Dies für die zwei übrigen Seiten wiederholen und die Runde beenden mit einer Kettmasche in die 3. Anfangs-LM dieser Runde.
 
 
Faden abschneiden, durchziehen und Fäden vernähen.
 
 
Fertig gefüllt ist der Zwischenraum (von denen es leider schon einige gibt auf dieser ersten Deckenhälfte! - Aber wir haben ja keine Eile - jeder so, wie er mag ;-)
 
 
 
Es wird, oder!
Denk ich doch!
 
Mir macht es immer noch Spaß - ehrlich!
Die Abwechslung mit den verschiedenen Motiven macht es nicht langweilig und ich bin echt begeistert, wie flott sich das Garn verhäkeln lässt.
In der nächsten Woche ist Motiv 1 dann wieder dran. 10 Stück fehlen da noch, die will ich bis zum nächsten Freitag schaffen. Bin optimistisch!
 
Ein tolles Projekt!
 
Während Ihr Euch also fleißig auf Eure Zwischenräume stürzt, schreibe ich Euch noch schnell das Rezept für die leckeren Krümelmonster-Muffins auf, das ich Euch noch schuldig geblieben bin.
 
Auf Instagram hatte ich ja versprochen, dass ich Euch die Zubereitung der  quietschblauen Teilchen verrate.
 
Inspiriert hat mich die Farbe Pool der Journey, die man eigentlich auch umtaufen könnte ich Krümelblau. Oder Schachenmayr bringt extra ein etwas dunkleres Krümelblau raus. Da wäre ich sofort mit einer Krümeldecke dabei ;-)
 
Keksäääääääää!!!!
 
 
Ofen auf 200°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. In ein Muffinblech mit 12 Vertiefungen 12 Papierförmchen setzen.
 
Für 12 Muffins braucht Ihr:
 
150 g Mehl
2 TL Backpulver
1/2 TL Natron
1 Päckchen Orangenback
75 g Schokotröpfchen (24 für die Augen beiseite legen)
120 g Mini-Amarettini-Kekse (12 beiseite legen für die Deko)
 
Diese Zutaten (die Kekse grob zerkrümeln) in einer großen Schüssel vermengen.
 
In einer anderen Schüssel:
 
1 Ei
50 g Naturjoghurt
80 ml neutrales Öl
1 Päckchen Vanillezucker
100 g Zucker
50 ml Milch
 
verrühren.
 
Die feuchten Zutaten zu der Mehlmischung geben und mit einem Schneebesen so lange rühren, bis alle Zutaten gut vermischt sind.
 
Den Teig in die Förmchen füllen und in der Mitte bei 200°C ca. 15 Minuten backen, dann die Temperatur auf 175 °C reduzieren und weitere 10 Minuten backen.
Stäbchenprobe machen.
 
Sind die Muffins durch, dann aus dem Ofen nehmen und 5 Minuten auskühlen lassen, dann aus dem Blech nehmen und auf einem Gitter vollständig abkühlen lassen.
 
 
Für den Guss:
300g Colour Melts in blau
(alternativ 250g Puderzucker mit etwas Wasser zu einem dickflüssigen Zuckerguss anrühren und mit Lebensmittelfarbe blau einfärben)
 
75 g Kokosraspeln mit blauer Lebensmittelfarbe einfärben.
 
Den Guss auf die Muffins auftragen und etwas festwerden lassen. Dann die gefärbten Kokosraspeln als "Pelz" bzw. "Fell" aufstreuen.
 
 
24 Mini-Marshmallows je mit einem Schokotropfen als Auge bekleben (als Klebstoff etwas Glasur oder Zuckerguss nehmen).
Die Augen auf den Muffin setzen.
 
Für den Mund einen kleinen Schlitz machen und ein kleine Vertiefung bohren, einen Amarettini-Keks etwas abbrechen und mit der abgebrochenen Seite in den Mund stecken.
 
 
Fertig ist der Monster-Spaß!
Guten Appetit und ein schönes Wochenende!
 
Eure stefanella
 


Mittwoch, 14. Dezember 2016

Rudis Schokomuffins

Der heutige Morgen war furchtbar trübe.
Man hatte das Gefühl, es wurde gar nicht wirklich hell. Grau in Grau mit Nieselregen und Wolkenbergen.
Richtig ungemütlich.
 
Damit uns das wenig vorweihnachtliche Wetter nicht die Stimmung verdirbt, haben Rudi und ich es uns dafür extra gemütlich gemacht.
Mit Kaffee, stimmungsvoller Musik und Plätzchen.
 
Während Rudi also lässig in seinem Sessel saß und an Adventskalender-Plätzchen N° 14 herumknabberte...
 
 
...leise "Stille Nacht" aus den Lautsprechern dudelte...
 
...und ich mich mit kleinen Geschenk-Anhänger-Kritzeleien vergnügte...
 
...merkte Rudi so nebenbei an, dass er doch heute einen gewissen Appetit auf Schokomuffins verspüre !!!!!
 
 
Aha!
Alter Lauser!
Da wollte er mich wohl dezent darauf hinweisen, dass dies ein Wunsch auf seinem Wunschzettel gewesen ist.
 
Also kramte ich das gute Stück hervor und tatsächlich:
 
 
Ganz oben.
Schokomuffins mit extra viel Zimt.
 
Ah ja.
Da sich ohnehin Oma und Opa für einen kleinen Kaffeeplausch angesagt hatten (sie mussten in der Stadt auch noch hochgeheime Einkäufe erledigen), legte ich gutmütig meine Filzstifte beiseite und schlenderte in die Küche.
 
Rudi war natürlich gleich eifrig bei der Sache und häufte einen Berg von Schokolade auf.
Tafelweise.
Und häppchenweise.
Und tröpfchenweise.
 
Was?
Das soll alles da rein?
Bist Du sicher?
Da bekommen wir alle einen Zuckerschock!
 
Da verschränkte Rudi trotzig die Hufe, legte die Stirn in Falten und meinte, für seine Weihnachts-Schokomuffins bräuchte man eine Meeeeeeenge Schokolade.
 
Okay.
Ich mach dann schon mal die Insulinspritze klar!
 
Rudi bestand nämlich auch noch auf einem  klassischen American Icing, bestehend aus (!) Puderzucker und Pflanzenfett. Er kennt das so vom Nordpol. Da braucht man eben viele Kalorien, um gegen die Kälte anzufeuern!
 
Na bravo.
Ich sah Oma und Opa schon im Zuckerkoma mit dem Krankenwagen durch die Stadt ins Krankenhaus, anstatt in die Geschäfte fahren...
 
Tja.
Dann muss eben rationiert werden und jeder bekommt nur 1/8 Muffin!
 
Rudi diktierte mir also das ganze Rezept und wir legten los.
 
Während des Backprozesses sind wir dann hinsichtlich kreativer Verzierung aktiv geworden.
Ich habe meine Geschenkanhänger zu Muffin-Deko umfunktioniert und Rudi hat mit bereits fertig eingefärbtem (superpraktisch!) Marzipan experimentiert.
 
Unsere Lieblings-Weihnachts-Deko sind ja Stechpalmenblätter.
 
 
Die mussten natürlich sein.
 
 
Da Rudi das mit seinen Hufen nicht so akkurat hinbekommen hat, musste ich kleine Beerchen rollen.
Dann das Icing draufgeklatscht, Deko drauf.
 
 
 
Puh - und jetzt das Fotografieren.
 
 
Das macht immer eine Heidenarbeit, aber wir wollten so gerne unser Werk festhalten (und Euch natürlich auch gerne zeigen).
Das Licht war nicht besonders, aber es ging schon.
 
 
 

 
Nachdem die Fotos im Kasten waren, klingelte es auch schon und die Kindermeute sowie Oma und Opa erklärten sich bereit, Probe zu essen.
Alle haben es überlebt und keiner bekam einen Zuckerschock.
Allerdings sind die Dinger wirklich gehaltvoll!!!
 
 
 
Rezept für
 
Rudis Schokomuffins mit extra viel Zimt
 
Backofen auf 200°C vorheizen, Ober-/Unterhitze.
Ein Muffinblech mit Förmchen auslegen oder kleine Tassen einfetten.
 
200g Mehl
mit
2 TL Backpulver
1 TL Zimt
1/2 TL Natron
1/2 TL Nelkenpulver
einer Prise Muskat
einer Prise frisch gemahlenem Pfeffer
einer Prise Anis, gemahlen
1 Päckchen Orangenschalenaroma
1 Päckchen Vanillezucker
vermengen.
 
1 Ei
mit
140g Zucker
80 ml neutrales Speiseöl
100 ml Milch
100g Joghurt
30g geschmolzene Zartbitterschokolade
mit dem Schneebesen glattrühren.
 
Die trockenen zu den flüssigen Zutaten geben. Zügig mit dem Schneebesen alles glattrühren.
100g Schokotropfen unterrühren.
 
Je Förmchen/Tasse ca. 1 EL Teig einfüllen, dann je 1 Stück Schokolade (z.B. Schogetten Zartbitter oder für die Erwachsenen Monchérie) darauflegen.
Den restlichen Teig gleichmässig auf die Förmchen/Tassen verteilen.
 
Mittlere Schiene 15 Minuten backen.
Dann Hitze auf 175°C reduzieren und nochmals 10 Minuten backen.
Aus dem Ofen nehmen. Auskühlen lassen.
 
Für das Icing:
150g Puderzucker mit
2 TL Zimt und
150g weichem (weißem) Pflanzenfett mit dem Handrührgerät cremig rühren.
Mit einer Gebäckspritze auf die ausgekühlten Muffins geben und nach Belieben verzieren (Zuckerstreusel, Schokobäume, Marzipanblätter etc).
 
Guten Appetit!!!
 
 
Ja, ja Rudi - ich weiß schon...
 
 
...das ist Deiner!
 
Wäre ich fast nicht draufgekommen!
 
Zuckersüße Grüße von
 
stefanella & Rudi
 
 
 
 


Dienstag, 19. April 2016

Matschen am Montag

oder 
 
Französisch für Fortgeschrittene !
 
Im Garten blühen zur Zeit wunderschöne Veilchen.
Ich liebe die intensive dunkelviolette Farbe und den Duft, bin aber im Moment so selten draußen, dass ich mich kaum an ihnen erfreuen kann.
Also habe ich "geerntet".
 
Für die Vase (also fürs Auge) und für den Gaumen!
 
Ich bin nämlich einfach zu oft in meiner Lieblingsbuchhandlung und entdecke dort immer wieder so tolle Bücher, dass ich leider manchmal schwach werde und mir eines gönne!
Gerne auch Wohn- oder Backbücher!
 
Ein Backbuch, das ich sehr inspirierend finde, beinhaltet nicht nur leckere Rezepte, sondern auch noch phantastische Bilder. Die Autorin mag gerne Vintage-Backformen (wie ich auch!) und hat viele der Köstlichkeiten nett damit arrangiert.
 
Die Veilchen-Eclairs hatten es mir (schon alleine der hübschen Fotos wegen) angetan und ich wollte das Rezept unbedingt einmal ausprobieren. Außerdem lieben hier alle dieses Gebäck und jedes Mal, wenn wir in Frankreich sind, muss es genascht werden!
 
 
Ganz nach dem Motto "Matschen am Montag" krempelte ich also gestern die Ärmel hoch und rührte das 2. Mal in meinem Leben einen Brandteig zusammen.
 
 
Das 1. Mal ist gut 15 Jahre her, also konnte ich nicht wirklich auf unmittelbare Erfahrung zurückgreifen.  Das Teiganrühren und das Hantieren mit Spritzbeutel, Zitronen-Sahnecreme und Zuckerguss ist wirklich eine ganz schöne Arbeit und die Küche sieht hinterher aus wie - na ja!
 
 
Aber es hat geklappt, sieht einigermaßen (so ähnlich wie im Buch) aus und schmeckt auf jeden Fall lecker!
Küche wieder sauber und Eclairs hübsch dekoriert.
 
 
Natürlich musste violetter Zuckerguss drauf!
Die Veilchen habe ich nicht extra kandiert, dazu war dann doch nicht genügend Zeit, aber sie sehen so hübsch aus und schmecken auch nur mit Puderzucker überstäubt!
 
 
Echt was fürs Auge und für den Gaumen!
 
 
Noch schnell Fotos gemacht bevor die Rasselbande kommt - denn - Ihr wisst schon - wie die Heuschrecken...;-)
 
Happs, knurps, knurps.
 
;-0
 
Macht´s Euch hübsch,
 
eine schöne Woche,
 
Eure
stefanella
 
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PS: Das Buch habe ich mir selbst gekauft und ich wurde nicht gebeten, es zu bewerben oder bekomme sonst irgendwie Provision. Es gefiel mir einfach und ich wollte Euch das hübsche Ergebnis der anstrengenden Matscherei zeigen ;-)


Freitag, 18. Dezember 2015

Weihnachtswaffeln

"Mamaaaaa,.....!!!!???"
 
 
...Sätze, Ausrufe, die so anfangen, und am Ende mindestens drei Fragezeichen haben, bedeuten - meist - Arbeit!
 
 
Denn in der Regel sehen diese Satzgefüge in der Mitte so aus: "....kannst Du mal...???".
 
 
Im kooperationswilligen Fall so:
"....können wir mal...???".
 
Je nach angefragter Tätigkeit wird entweder sofort abgewunken, kurz überlegt und dann abgewunken oder länger überlegt - und, na ja, manchmal, je nach Lust und Laune von Mama ;-) ergeben sich auch irgendwelche (vorrangig für den Fragenden) zielführenden Aktivitäten.
 
Die Spanne der eingeforderten Dienste ist unüberschaubar und wird deshalb jetzt hier von mir nicht erläutert, sonst sitze ich morgen noch da.
 
Kurz und gut, die (in der höchsten Dringlichkeitsstufe vorgebrachte) Frage heute lautete:
 
"Mama, kannst du mal (wieder? - zugegeben, weiß nicht, wann ich das letzte Mal welche gemacht habe?) Waffeln backen?"
 
 
Flehende, tellergroße Kinderaugen.
Hungriger Blick.
Ein Bitten und Sehnen.
 
Jaaaaaaaa?! Was soll man da machen?
Weihnachtszeit, Gemütlichkeit.
Zeit der Güte und Freundlichkeit.
 
Okay.
Wo war noch gleich dieses angestaubte, uralte, eine Gefahr für die Elektrizitätswerke und die im Internet surfende Nachbarschaft darstellende Waffeleisen?
 
Klar, die Kids wussten es genau.
Da!
 
Entstaubt, geputzt. Angeworfen.
 
Abgewartet - aha - Lichter, Radio, Spülmaschine - bleiben an - keine Spannungsschwankungen - noch mal gut gegangen!
 
Rezept gesucht, Teig gerührt. Sahne geschlagen (schlagen lassen, hihi!).
 
So gab es heute ein gesundes Mittagessen!
Gar keine so schlechte Idee!
 
Und für die Spät-Heimkommer sind noch geschätzte 389 Waffeln übrig!
 
Jetzt gibt es nur noch zwei Dinge, die ich tun kann:
 
1. Euch hier schnell das Rezept aufschreiben
 
2. mich aufs Sofa breiten
(...und eventuell, falls ich noch einen Finger rühren kann, Augen und Öhrchen fertig häkeln - gibt es am Wochenende für Euch, Fotos sind fast vollständig!)
 
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Weihnachtswaffeln mit Zimtsahne
 
2oog weiche Butter
4 Eier
100g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 TL Lebkuchengewürz
200g Mehl
1/2 TL Backpulver
 
Extra:
200ml Sahne
Zimt
1 Päckchen Vanillezucker
Cranberries getrocknet
Pflaumenmarmelade
 
 - Butter und Eier schaumig rühren
- Zucker und Vanillezucker unterrühren
- Mehl mit Backpulver und Gewürz mischen
- Mehlmischung EL-weise unter die Eimasse rühren
- Waffeleisen einfetten und aus dem Teig ca. 12 Waffeln ausbacken
- Sahne mit Zimt und Vanillezucker steif schlagen
- Waffeln mit Sahne, Cranberries und Marmelade garnieren
 
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Guten Appetit!
 
Eure
stefanella
 
 


Donnerstag, 17. September 2015

In der Küche...

...kann man sich, außer mit Häkeln, bekanntlich auch noch anderweitig beschäftigen!
 
Obwohl ich meinen Wollkram auch gerne dort erledige, denn in der Küche findet ein Großteil des (gemeinsamen) Familienlebens statt, mussten Nadel und Faden heute draußen bleiben.
Zwar ruft das ein oder andere Projekt mit lauter Stimme, aber die frisch vom Opa extra für uns geernteten herbstlichen Schätze können nun mal nicht warten. Da ist ein Wollknäul doch weniger verderblich und für die unzähligen winzigen Stummelflügelfruchtfliegen auch weniger interessant.
 
 
Also hat die Häkeltante heute ihre Küchenschürze umgebunden, den Häkelhaken gegen den Kochlöffel getauscht und sich mit Eifer der Verarbeitung von Himbeeren und Pflaumen gewidmet.
 
Ich liebe diese Einkocherei!
 
Die ganze Wohnung riecht würzig-süß nach den köstlichen köchelnden Früchtchen und alle freuen sich aufs Wochenende, wenn es frische Brötchen mit selbstgemachter Marmelade gibt!
(Falls sie bis dahin überlebt!)
 
 
Eine Premiere war für mich die Zubereitung von Himbeer-Curd.
Der süße Fruchtaufstrich mit Butter, Zucker und Ei über dem Wasserbad geschlagen ist etwas aufwendig in der Herstellung, schmeckt aber einfach himmlisch!
 
 
Das leicht säuerliche Aroma der frischen Himbeeren wird ordentlich durch den Zucker versüßt und die cremige Konsistenz macht das Ganze perfekt für Croissants & Co.
Mhmmm, lecker!
 
 
Als kleine "Probierportion" habe ich Naturjoghurt mit Vanillesahne vermischt und das Himbeer-Curd obendrauf verteilt.
 
 
Jeder bekam ein kleines Gläschen voll, mehr gab es nicht!
 
Schlabber, schleck - alles weg!
 
Rezept aus dem Buch: "Marmeladen, Chutneys & mehr" (Dorling Kindersley-Verlag)
 
Im Gegensatz zu Marmelade ist die Creme nicht sehr lange haltbar, aber das macht nix.
Wird die nächste Woche ohnehin nicht überleben...
 
Herzliche Himbeergrüße von
stefanella
 
....die Euch dann auch noch Pflaumiges (wenig lange haltbar, länger haltbar und ganz lang haltbar) zu zeigen hat!
 
...aber vorher muss ich Euch an diesem Farbenschauspiel teilhaben lassen, das uns am Abend des 1. Schultages noch ein grandioses Finale für einen aufregenden Tag geliefert hat:
 
 

 
...manchmal genügt ein Moment des Innehaltens und einmal tief durchatmen, schon glimmt ein kleiner Funken Glück auf und gibt einem Kraft!
 
 
Wunderschön, oder !?
 
Macht´s gut ;-)

Dienstag, 30. Juni 2015

(Un-) Glücksmomente

Ein schöner Brauch (wenn man so sagen will) ist mir bereits in einigen Blogs aufgefallen: das Aufzählen kleiner Alltäglichkeiten, die für die betreffende Person bzw. Verfasserin einen Lichtblick im Tagesgeschehen ausgemacht haben. Ich fand dies immer sehr nett und beschaulich, zu sehen, wie auch andere kleine Glücksmomente zu schätzen wissen und positive Energie daraus schöpfen. Im turbulenten Alltag oft eine nicht zu unterschätzende Fähigkeit.
 
Da es bei mir zur Zeit auch hektisch und unberechenbar zugeht, meine multi-tasking-Talente absolut ausgereizt sind und es von allen Seiten auf mich einstürmt, habe ich häkeltechnisch nichts wirklich Aufregendes oder Neues für Euch.
 
Deshalb bombardiere ich Euch einfach mit meinen kleinen Glücksmomenten, die mir etwas Ruhe und Frieden (na ja, ihr werdet lesen) in der letzten Woche gespendet haben:
 
 
Duft und Farbe dieser wunderschönen Rose, die meine Tochter geschenkt bekam
 
 
 
frische saftige Tomaten vom Balkon, vom Kleinsten eifrig abgeerntet fürs Abendbrot
 
 
 
mein kleiner aromatischer Balkon-Kräutergarten mit Thymian, Basilikum, Minze, Rosmarin, Salbei
(ich liebe frische Kräuter im Salat!)
 
 
 
kreatives Chaos immer und überall
 
 
 
 
Holunderblüten mit ihrem einmaligen Duft
(ja - wir sind wie immer spät dran!)
 
 
 
Mini-Häkelhäppchen für zwischendurch
(Segelboot-Applikation aus meiner "Sommerkollektion")
 
Beeren-Beeren-Beeren
Johannisbeeren aus dem Garten - mhmmmm!
 
ABER - dann der Unglücksmoment: die Kaffeegesellschaft steht gestern schon so gut wie vor der Tür, Kuchen in Arbeit - Handrührgerät gibt den Geist auf !!!!
 
 
Das uralte Ding von meiner Oma (ist schon mindestens 35 Jahre alt gewesen!) war so ausgeleiert, dass sich während des Rührens die Haken verkeilt haben - das hab ich auch noch nie gesehen!). Bumm - peng - aus die Maus.
Was nun?????
 
Tapfer mit dem Schneebesen per Hand die fünf Eier untergehoben und das Mehl eingerührt. Ächz! Wie haben die das früher bloß gemacht?
 
 
Aber es hat geklappt. Rein in die Form - die Kinder haben sich schnell noch was für ihre Tassen abgezweigt (seit dem Rhabarberküchlein ist das jetzt der Hit!) - Beeren drauf. Ab in den Ofen.
 

 
 
Tadaaaa!
Noch mit "individuellen" Schildchen markiert, damit auch jeder die richtige Tasse abkriegt.
 
 
Geschmeckt hat er sehr gut!
 
 
 
(Und der große Glücksmoment gestern Abend: kleiner Abstecher ins Haushaltswarengeschäft und modernes, schickes, neues Rührgerät erstanden! Sogar mit extra-Schneebesen-Funktion, denn Sahne - neee, die schlag ich nicht von Hand! - Und ganz unter uns: ich hab ja schon ewig darauf gewartet, dass der olle Rührer endlich, endlich, endlich den Geist aufgibt.....;-)
 
Da können die nächsten Kaffeetanten ja kommen!
 
Euch eine wunderschöne Woche und lasst es Euch gutgehen!
Freut Euch an den kleinen (und großen) Dingen!
 
 
 
Alles Liebe,
stefanella
 
 
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Falls irgendwer auch Lust auf einen schnellen (falls man ein funktionierendes Handrührgerät besitzt !!!) Johannisbeerkuchen hat: hier das Rezept
 
200g weiche Butter
200g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
5 Eier
 
250g Mehl
50g gem. Mandeln
3 gestr. TL Backpulver
 
ca. 400 g frische rote Johannisbeeren
 
Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz schaumig rühren.
Mehl, Mandeln und BP mischen.
Nacheinander die Eier abwechselnd mit einigen EL der Mehlmischung unterrühren.
In eine gefettete und mit Mehl ausgestreute Springform geben (26 cm).
Johannisbeeren waschen, von den Rispen streifen, abtropfen lassen und auf dem Teig verteilen. Etwas andrücken.
Mittlere Schiene, Ober-/Unterhitze 175 °C, ca. 60 Minuten (Stäbchenprobe!).
 
Für die Tassenküchlein 1 - 2 EL Teig und ein paar Beeren je Tasse abzweigen. Ich habe nur 3 gebraucht, das hat nichts ausgemacht. Bei mehr Tassen abschätzen, ob noch genug Teig und Beeren übrig bleiben ;-)
Die Tassen nach 25 - 30 Minuten schon aus dem Ofen nehmen.
 
Dazu schmeckt steif geschlagene Sahne mit einem Hauch Vanillezucker drin! Lecker!